(Werbung) Als ich vor fast zwanzig Jahren aus den USA zurück nach Deutschland kam, hatte ich einen Wunsch im Gepäck: eines Tages möchte ich eine gelbe Wand in meiner Küche haben. Der Grund war Debbie, die ich während meines Au Pair Jahres kennenlernte. Debbie lebte damals – vielleicht heute noch? – in Alexandria in einem gemütlichen Haus und hatte eine gelbe Küchenwand. Wir lernten uns damals im Fotokurs kennen. Ich erinnere mich noch gut an diese kleine quirlige Frau, die mich ein paar mal in ihr schönes Haus mit der gelben Küche zum Kaffee einlud.

Leider verloren wir uns aus den Augen. Ein paar Jahre später zogen mein Mann und ich in unsere erste Wohnung. Dort erfüllte er mir den Wunsch nach einer knallgelben Küchenwand. Als wir fünf Jahre später weiterzogen hatte ich keine Lust mehr auf gelb. Die neue Küche erhielt einen grünen Anstrich. Grün ist nicht so meine Farbe. Ich weiss gar nicht mehr, wieso ich mich damals für grün entschied? Deswegen wurde die Wand wieder fünf Jahre später blau gestrichen. Himmelblau.
Von grün zu blau, von Bildern, die mit Nägeln an der Wand aufgehangen wurden, zu Bilderleisten, auf denen ich Fotos und Bilder neu dekorieren kann. So eine Bilderleiste ist toll. Wenn mir der Sinn nach Neuem ist, muss ich nicht zu Hammer und Nagel greifen, sondern kann die Bilder nach Belieben austauschen und umdekorierten. Sie birgt aber auch Gefahren. Schreckliche Vermüllungsgefahren. Statt einer aufgeräumten, hübsch dekorierten Bilderleiste, hatten wir hier in den letzten Monaten eher ein Sammelstelle für all das, was keinen richtigen eigenen Platz hat; was aus dem Weg geschafft werden muss; was aber nicht weggeschmissen werden darf; was in die Kategorie wohin-damit? gehört. Einladungen zu Kindergeburtstagen, Urkunden von Schulralleys, Sticker, Postkarten, Grußkarten, Gutscheine, selbstgemalte Kunstwerke, winziger gebastelter Nippeskram, Steine, Stifte, was weiß ich nicht alles.
Mein Kampf gegen diese Vermüllung war stetig und zäh, die ganze Wand ging mir in den letzten Monaten nur noch auf den Keks. Das müssen wir ändern! Und eine neue Farbe hätte ich auch gerne! drohte ich schon vor ein paar Monaten meiner Familie. Die Drohung wurde gehört, aber nicht ernst genommen. Als vor ein paar Wochen dann eine Mail von Alpina* mit der Frage, ob ich die neuen Farben ausprobieren möchte, in mein Malifach flatterte, sah ich Licht am Ende des Tunnels, eine Chance und nahm den Wink mit dem Zaunpfahl gerne an. Schatz, wir müssen reden streichen.

Gesagt getan: am vergangenen Samstag räumte ich die Bilderleisten leer, klebte die Heizung ab, hielt meinem Mann und dem Sohnemann Pinsel und Farbrolle unter die Nase und gab den Startschuss. Vorher habe ich noch Bilder von unserer Küche im blauen Gewand gemacht.

Dass die Wand grau werden sollte, darüber waren wir uns hier schnell einig. Stärke der Berge war mir zu dunkel, Poesie der Stille und Zeit der Eisblumen zu hell. Nebel im November sollte es werden.



Nun ist die Wand also grau. Nebelgrau und aufgeräumt. Die alten Bilder, Fotos und den ganzen Nippeskram habe ich entsorgt, bzw. weggeräumt und die Leisten neu dekoriert. Ein Kindergartenbild der Kinder und eines meines verstorbenen Schwiegerpapas durften bleiben, ansonsten habe ich mich für Bilder aus Zeitschriften und Dekokram entschieden. Den LOVE Schriftzug habe ich aus Holland mitgebracht, das Beton-S kürzlich selber gemacht. Das bleibt jetzt so! bete ich meiner Familie mit mahnendem Blick seit zwei Tagen vor! Das bleibt jetzt erstmal so! Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Herzlichen Dank an Alpina* für den Anstoß unsere Küchenwand neu zu gestalten und danke auch, dass ich eine Eurer Premium Wandfarben ausprobieren durfte. Der Mann, der wirklich schon viele viele Wände in seinem Leben gestrichen hat, war von der Farbe begeistert. Tropft nicht, deckt super gut und riecht nicht! Trotz vorher-blauer-Wand mussten wir nur einmal streichen.
Wenn Ihr auch Eure vier Wände mit frischer Farbe neu gestalten möchtet, dann bewerbt Euch auf dieser Seite. Vielleicht habt Ihr Glück und gewinnt fünf Tage New York?!
Novembergraue Nebelgrüße, Bine

