Hömma! So war das nicht gemeint! Ich wollte mit meinem Artikel Das Lesen und Kommentieren von Blogs keineswegs eine Blogspot-Wordpress-Debatte lostreten!
Aber zunächst: lieben Dank für die vielen Kommentare zu meinem Post. In meinem Blog-zu-Hause ist seit ein paar Tagen ordentlich was los, ein Geschnatter und Gequassel, 131 Kommentare und Meinungen- wunderbar! Jedoch habe ich das Gefühl, dass mich die ein oder andere Kommentatorin missverstanden hat.
Mit keiner Silbe hatte ich erwähnt, dass ich es doof finde, auf einem Blogspot-Blog zu kommentieren. Ich habe mich im allgemeinen über Kommentarschranken aufgeregt. Gegen Blogspot habe ich im großen und ganzen nichts, schliesslich habe ich dort selbst über fünf meinen Blog liegen gehabt und betreibe heute noch einen Blogspot Blog mit Caro (.> die lesende Minderheit).
Ich habe z.B. Probleme bei WordPress.com-Blogs zu kommentieren. Vor einer Ewigkeit habe ich dort nämlich mal einen Blog eröffnet. Ich war einfach neugierig und wollte mal sehen, wie das da so ist. Dadurch musste ich mich bei WordPress.com anmelden. Zu dieser Zeit war ich wohl noch zu Technik-doof, denn ich bin überhaupt nicht mit der Plattform klar gekommen. Den Blog habe ich irgendwann gelöscht.
Trotzdem meint WordPress.com immer noch, ich hieße Leolino (mein damaliger Username). Immer, wenn ich auf einem WordPress.com-Blog kommentieren will, schaffe ich es nicht, mich anzumelden oder abzumelden. Also kommentiere ich dort gar nicht oder ich kommentiere mit meinem Google Konto an. Das finde ich aber auch doof, denn ich nutze Google+ nicht, bzw. ich pflege es nicht. Ausserdem geht es Google einen feuchten Kehricht hat, wann und wo ich meinen Senf abgebe. Das gleiche gilt für Facebook und Twitter.
Jaaaa, es stimmt- wir leben heutzutage zwei Leben. Das reale Leben und dann das andere, in dieser virtuellen Parallelwelt. Natürlich müssen uns alle immer und überall anmelden. Das weiss ich schon, das tue ich auch tagtäglich zu genüge, aber ich vermeide es, mich auf irgendwelchen Seiten mit Facebook, Twitter oder Google anzumelden. Dafür nutze ich lieber eine Email Adresse und ein Passwort.
In meinem Artikel ging es also um diese Maschinen, die es uns nicht leicht machen und um die Menschen, die diese Maschinen bedienen.
Wenn ich eine Freundin zum Kaffee einlade, dann räume ich vorher (meistens) den Flur auf, damit sie nicht über herumfliegende Schuhe stolpert. Ich decke den Tisch, koche Kaffee, schäume die Milch auf und stelle Kekse hin. Bloggerinnen tun dies tagtäglich. Sie decken den Tisch (betreiben einen Blog), kochen Kaffee (schreiben ein Posting), schäumen die Milch auf (veröffentlichen das Posting) und stellen Kekse hin (machen auf sich aufmerksam) . Aber, sie räumen nicht die Schuhe weg!
Dein Leser will bei Dir eintreten, sich hinsetzen, Kaffee trinken und mit Dir quatschen, aber er stolpert über die Schuhe, die als Captchas, Häkchen, Bildchen, Rätsel und Fragen daher kommen. Dies trägt nicht zur Kommunikation bei. Und das wollte ich mit meinem Artikel sagen.
In den Kommentaren las ich, dass Du nicht weisst, wie Du das ändern sollst und dass Du Dich vielleicht auch nicht traust, eine Änderung vorzunehmen. Meine Antwort darauf: Versuch macht kluch! Wenn Du nicht jeden Button in Deinem Blog-Hinterzimmer einmal anklickst, dann wirst Du nie erfahren, was der Button alles so verändern kann. Oftmals benötigt man gar keine HTML Kenntnisse. Gehe einmal in die Einstellungen Deines Blogs, suche Posts und Kommentare. Öffne ein zweites Browser Fenster, nehme in den Einstellungen Änderungen vor und schaue Dir im anderen Fenster an, was Deine Änderungen bewirkt haben. Bist Du nicht zufrieden? – dann klicke einfach wieder auf den Button und mach das weg.
Ich selbst stoße auch immer wieder an meine Grenzen. Wenn ich eine Änderung an meinem Blog vornehmen will (Schriftgröße, Textfarbe, Buttons und Bildchen, ect.) wühle ich mich durch den HTML Code und habe dort schon viele Möglichkeiten gefunden, wie ich dieses und jenes ändern kann- immer mit diesem Kribbeln im Bauch und dem Gedanken im Kopf Hoffentlich ist jetzt nicht alles futsch, wenn ich auf speichern klicke!
Ich wurde gefragt, welche Schriftgröße ich für angemessen hielte? Das kann ich nicht beantworten. Mein persönliches Empfinden lautet: lieber ein bisschen zu groß, als zu klein. Was die Schriftart betrifft: Ich selbst finde aktuell meine Blog-Schrift nicht perfekt, hätte es gerne etwas schlichter. Was meinst Du?
Wer sich mit diesem Thema auseinander setzen will, ich habe einen langen Test-Artikel dazu gefunden -> da.
Kommen wir zum Ende: jede Bloggerin ist Chefin im eigenen Haus. Es gibt keine Vorschriften und keine Blogger-Regeln. Das ist gut so. Jedoch möchte ich meinen Appell noch einmal wiederholen: versuche Deinen Blog wie eine Leserin zu lesen. Kannst Du Deine eigenen Texte gut lesen? Ist der Hintergrund nicht doch ein wenig zu dunkel, der Text zu blass? Die Schrift zu klein, zu schräg, zu schnörkelig? Findest Du schnell die Kommentiermöglichkeit? Und kannst Du- ohne, dass Du angemeldet bist- auf Deinem eigenen Blog schnell und einfach einen Satz hinterlassen? Mache die Maschine menschenfreundlicher.
Ich werde mich nun bei Die lesende Minderheit auf der Suche nach der richtigen Einstellung machen. Obwohl wir die Sicherheitsfrage ausgestellt haben, muss man diese Bilder suchen und anklicken und das gefällt mir überhaupt nicht.
Habt einen schönen Tag! Liebe Grüße, Bine
Edit/ 21.August 2015: Euer Wunsch ist mir Befehl. Ich habe meine Blogschrift geändert! ;-)
