Bei uns läuft tagsüber selten bis gar nicht die Glotze. Als die Kinder noch kleiner waren, durften sie am Nachmittag Biene Maja oder Yakari oder Wickie gucken. Heute ist der Fernseher am Tag meistens aus. Ich habe keine Zeit und keine Ruhe mich davor zusetzen und wenn die Kinder was gucken wollen, ist Youtube mittlerweile ihre erste Wahl.
Als ich alleine lebte sah das anders aus. Da war der Fernseher mein Radio, meine Hintergrundmusik. Da habe ich im Vorabendprogramm immer Verbotene Liebe geguckt und bin dann später bei Viva eingeschlafen.
(Werbung, ohne Auftrag für zwei schöne Serien)

Ich liebe Serien. Als der Mann und ich 2014 unsere erste Serie gestreamt haben waren wir sofort angefixt. Game of Thrones war unsere Einstiegsdroge, danach kamen Breaking Bad, Walking dead usw. Hier haben wir ja schonmal drüber gesprochen. Nun sind die Kinder älter, gehen später ins Bett, Vereinsverpflichtungen und einiges andere schränken unsere gemeinsame TV Zeit ziemlich ein. Abgesehen davon, dass man ja einige Serien gar nicht gucken kann, wenn die Kinder noch wach sind. Dieses Gestöhne und Gemetzel ist nix für junge Ohren!
Call the midwife & The Coal Valley Saga – zwei schöne Frauenserien
Vor einigen Wochen, ich saß an der Nähmaschine, im Radio dudelte WDR2, da fiel mir ein, dass eine Freundin mir mal erzählt hatte, sie schaue nebenbei ihre Serien auf dem Laptop. Ich schnappte mir ein Handy, öffnet die Netflix App (für die ich erstmal das Passwort suchen musste) und scrollte drauf los. Bei Call the midwife blieb ich hängen. Das hatte ich schonmal irgendwo gehört.

Call the Midwife – Ruf des Lebens
Ohhh, ist das schööön! 1950, im verarmten Londoner East Side, hat Jenny Lee ihren ersten Arbeitstag im Nonnatus Kloster. Die Nonnen und Hebammen leisten Geburtshilfe und darüber hinaus kümmern sie sich um die arme Arbeiterbevölkerung im Stadteil Poplar. Von Pille und Hygiene sind sie noch weit entfernt, Frauen bekommen Kinder auf laufenden Band, die Männer arbeiten hart.
Die Geschichten um Jenny, Cynthia, Trixie, Schwester Monica Joan, Schwester Julienne, Schwester Bernadette, Dr. Turner… und wie sie alle heißen sind einfach nur schön. Natürlich auch mitreißend und immer – wie das bei Serien so ist, will man wissen, wie es weitergeht.
Die Geschichte nimmt uns mit bis ins Jahr 1965. Frauen werden selbstbewusster, die Mädels stehen auf diese neue Musik und natürlich passiert immer irgendwas mehr oder weniger Schlimmes. Nicht nur bei den schwangeren Frauen, auch bei den Hebammen und Geburtshelferinnen.
Von Call the Midwife gibt’s 42 Episoden in fünf Staffeln und ich finde es sehr sehr schade, dass offensichtlich nicht weitergedreht wird.
The Coal Valley Saga
Als die Serie vorbei war, klickte ich einfach auf einen anderen Vorschlag und landete bei The Coal Valley Saga. Ich habe ein Faible für historische Romane, Geschichte, Serien, verbringe den Tag gerne im letzten Jahrhundert oder im Mittelalter.
Bei der The Coal Valley Saga dreht sich alles um Elisabeth Thatcher, die aus einer gut situierten Familie stammt, jedoch endlich auf eigenen Füßen stehen möchte. Sie nimmt eine Stelle als Lehrerin in einer kleinen Bergbaustadt an. Die Mitbewohner stehen der jungen Frau, die sich anfangs sehr blauäugig und naiv anstellt, skeptisch gegenüber; aber Elisabeth lernt schnell und erobert im Nu die Herzen der Menschen.

Eines Tages kommt Constable Jack Thornton in die Stadt. Er will eigentlich als Mounty richtig Karriere machen und ist obendrein genervt von Elisabeth… aber, Ihr ahnt es, natürlich nicht lange.
Enge Freundschaften werden geschlossen und zusammen kämpfen sie gegen schlimme Ereignisse, Unwetter, Arbeitslosigkeit und diesen schrecklichen Henry Gowen, der allen das Leben schwer macht. Von der Serie The Coal Valley Saga gibt’s 42 Episoden in fünf Staffeln.
Beide Serien sind – so würde ich sagen – Frauenserien. Ein bisschen Liebe, ein paar Intrigen, einige schlimme Niederlagen, aber auf jeden Fall ganz viel Herz. Von Gemetzel und Gestöhne keine Spur.
Ich schaue sie am liebsten beim Nähen, Malen, Bügeln oder Fotos-bearbeiten. Wenn ich einen Blogbeitrag schreibe, schalte ich das Handy aus, sonst bekomme ich keinen vernünftigen Satz geschrieben.
Mittlerweile habe ich schon eine andere Serie gesehen, die mich total geflasht hat… aber davon erzähle ich Euch ein anderes Mal. Ich sag nur God, save the queen. :-)
Habt Ihr noch Tipps für schöne Frauenserien? Geschichten mit Herz, die gerne im letzten Jahrhundert oder gar noch früher spielen?
Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen Septembersonntag! Genießt das Wetter und lasst die Glotze aus.
Liebe Grüße, Bine
