(Werbung) Im Jahr 1888 eröffnet der Kaufmann und Unternehmer Carl-Friedrich Bucherer mit seiner Frau Luise in Luzern das erste Bucherer Uhren- und Schmuckfachgeschäft. Allein schon bei der Jahreszahl läuft in meinem Kopf ein Film ab. Natürlich in schwarz-weiss: ein fünfstöckiges Haus am Schwanenplatz in Luzern, davor eine vielbefahrene Strasse, wenige Autos, mehr Kutschen. Männer mit Schnauzbart, Sakko und steifem Kragen; Damen in langen Kleidern mit üppig geschmückten Hüten. Geschichte war eines meiner Lieblingsfächer in der Schule. Und bei Familiengeschichten werde ich gleich hellhörig, stelle mir vor, wie das damals so war, wie sie gelebt und ihr Unternehmen aufgebaut haben.
Anfang der 1920er stiegen die beiden Söhne Ernst und Carl in das Familienunternehmen ein und starteten eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hans Wilsdorf, dem Gründer von Rolex. Bucherer vertreibt seitdem europaweit Schmuck und Uhren und ist auch in Deutschland an neun Standorten vertreten.
In der Adventszeit gibt es auf der Bucherer Website einen Adventskalender mit vielen tollen Angeboten, Überraschungen, Playlists, guten Rezepten und DIY-Ideen. Als ich gefragt wurde, ob ich für den Adventskalender einen Beitrag schreiben möchte, ließ ich mich von der Unternehmensphilosophie inspirieren und überdachte dabei meine Weihnachtdekoration.
Weihnachten. Lichterglanz. Rote Kugeln. Grüne Zweige. Das sind meine Farben an Weihnachten. Seit Jahren, seit ich zum ersten Mal einen eigenen Weihnachtsbaum in meine vier Wänden geschleppt und dekoriert habe; damals noch mit günstigen Plastik-Glitzer-Kugeln.
Mit den Jahren kamen neue Kugeln, neue Anhänger, neuer Schmuck dazu. Kein übertriebener Luxus, aber hochwertiger als die Plastikdinger aus dem Discounter. In einschlägigen Dekoläden steuerte ich vor Weihnachten immer die rot-grün-weiss dekorierten Nippeskramtische an und schlug auch nur dort zu.

In diesem Jahr möchte ich einmal etwas Neues wagen. So, wie die Bucherer Schmuckdesigner Innovation und Traditionen in ihrer Handwerkskunst vereinen, so, wie sie erfassen, was in der Luft liegt, so dachte ich über mein Dekomaterial nach, das im Keller in einer einem großen Karton lagert. In der Luft liegt immer noch Kupfer!
Der Tradition von rotem Lichterglanz treu bleiben und doch eine neue Note ins Spiel bringen? Kupfer, grau, weiss? Ein wenige schwarz. Zu trist? Zu unbunt? Vielleicht! Ein Versuch ist es wert.
Also machte ich mich auf die Suche. Anfang Oktober war ich in einem meiner liebsten Garten- und Dekocenter in der Nähe von Venlo. Dort war der Weihnachtsmarkt gerade eröffnet und so bummelte ich im Herbst durch eine glitzernde Weihnachtswelt. Ich steuerte ganz automatisch die grün-rote Abteilung an, sah mich um und nahm dieses und jenes in die Hand. Ich zögerte jedoch rote neue Kugeln und grüne Ornamente in meinen Einkaufskorb zu legen, denn dahinten- im nächsten Raum, da funkelte es kupfernd.
Also liess ich Rot und Grün wo es war und ging weiter. Weiter in die kupfer-grau-weisse-Abteilung. Dort gefiel es mir. Es sah alles so schick aus. Schlicht, klar und doch üppig. Geradlinig und doch festlich. In meinen Einkaufswagen legte ich weiße Tropfen und Kegel, graue Herzen und kupferfarbene Diamanten.
Um das Gesamtkunstwerk perfekt zu machen und dem ganzen einen letzten Schliff zu geben, fehlte aber noch etwas: Weihnachtsbäumchen!
In meinen Stoffregalen fand ich graues, grobes Leinen und nähte daraus schlichte Bäume. Dafür habe ich je zwei Stücke Stoff mit einer Weihnachtsbaumschablone zugeschnitten. Mit der Nähmaschine habe ich die beiden Stoffteile zusammen genäht und unten eine kleine Öffnung gelassen.
Durch die Öffnung habe ich ein wenig Füllmaterial gestopft und danach die Öffnung mit der Nähmaschine zugenäht. Schlicht. Ein wenig zu schlicht. Also habe ich Kupfergarn zur Hand genommen und mit der Hand kleine Sternchen auf die Bäume genäht.

Zusammen mit der restlichen Deko, den Kupferdiamanten- und Kristallen, den Porzellan und Herzenanhängern ergeben sie ein schlichte, aber festliche Dekoration, die noch an der alten Leiter im Wohnzimmer hängt und in einem paar Wochen den Weihnachtsbaum schmücken wird.
So ganz mag ich mit alten Traditionen jedoch nicht brechen. Hier und da werde ich etwas Rot unter die Deko mischen. Meine Weihnachtsdekoration sowie die genähten Bäumchen verbergen sich heute hinter Türchen Nr. 4 des Bucherers Adventskalender. Jeden Tag gibt es dort eine kleine feine Überraschung. Schaut einmal hier.
In welchen Farben werdet Ihr dieses Jahr Euren Baum und Eure vier Wände schmücken und dekorieren? Bleibt Ihr Eurer persönlichen Dekotradition treu oder habt Ihr auch vor etwas ganz Neues auszuprobieren? Gefällt Euch der aktuelle Kupfer-Trend oder mögt Ihr es lieber etwas farbintensiver?
Liebe Grüße, Bine
Ich bedanke mich herzlich bei Bucherer, die mir zum einen den Anstoß gaben, über meine Weihnachtsfarben 2015 nachzudenken und dafür, dass meine Idee Teil ihres Adventskalenders sein darf!



