
Was für ein fetter Schinken! Solch dicke Bücher schrecken mich ja eher ab, aber Rebecca Gablé ist ‘ne Bank und deswegen war für mich ganz klar: die Waringham Saga – das Lächeln der Fortuna – muss ich lesen. Heinrich und Otto haben mich ja schon total in ihren Bann gezogen. Sie schreibt einfach nur toll. Das Buch habe ich schon im Herbst letzten Jahres angefangen und hatte das Ziel es bis Ende 2018 durchgelesen zu haben. Knapp verfehlt – am Mittag des 1. Januars 2019 habe ich die letzte Seite gelesen.
Gestern Abend habe ich beim Aufräumen übrigens noch zwei Bücher gefunden, die ich ebenfalls in 2018 gelesen habe, die ich aber vergessen hatte, auf meine Liste zu schreiben. Demnach habe ich letztes Jahr 20 Bücher gelesen. Warum ich das erwähne? Ich nehme mir immer vor, im nächsten Jahr ein Buch mehr zu lesen. Ziel bis Ende 2019 ist also: 21 Bücher lesen. Ich habe Angst.
Nun aber zum heutigen Buchtipp: Die Waringhams gab es nicht, aber Gablé spinnt Robin, seine Schwester Agnes und deren Vorfahren locker in die Geschichte, in historische Fakten mit ein und gibt ihnen fantastische Rollen. Ich habe mich zumindest gefreut, jeden Abend mit Robin ins Bett zu gehen ;-)
Zur Handlung:
Der Roman spielt in England 1360 – der zwölfjährige Robin (eigentlich Robert of Waringham), der in einem Kloster lebt, erfährt, dass sein Vater des Hochverrats angeklagt wurde und sich daraufhin erhängt hat. Die Familie verliert ihren Besitz. Robin ist am Boden zerstört, kann und will es nicht verstehen und flieht aus dem Kloster Richtung Waringham. Dort kommt er bei den anliegenden Stallungen der Burg unter, arbeitet als Pferdeknecht und freundet sich langsam mit Conrad, der das Gestüt leitet, an.
Neuer Herr von Waringham ist Geoffrey Dermond, ein ehemals guter Freund von Robins Vater. Er fühlt sich seinem altem Freund verpflichtet und nimmt Robin unter seine Fittiche. Damit beginnt eine Hetzjagd durch die Geschichte, denn Geoffreys Sohn Mortimer ist fortan Robins Erzfeind Nr. 1. Er schikaniert ihn, wo er nur kann. Als Geoffrey stirbt vermacht er Robin das alte Schwert seines Vaters mit dem Robin wieder flieht. Unter falschem Namen landet er in Frankreich, kämpft an der Seite des Duke of Lancasters und arbeitet sich so langsam zurück in die Welt von von Hof, Ritterschaft und Adel.
Warum es mir so gut gefällt:
Es ist ein ewiges Rauf und Runter. Immer wenn Du denkst, jetzt wird alles gut, kommt der nächste Tiefschlag. Mortimer macht ihm das Leben zur Hölle, aber auch die politische Lage war zu der Zeit in England brandgefährlich. Robin findet immer mal wieder sein Glück in Form von Liebe, Freundschaften, engen Familienbanden und dann steht er wieder kurz vor dem Aus.
Nach drei Büchern bin ich schon ein großer Rebecca Gablé Fan. Sie schreibt einfach toll. Sehr eingängig und fesselnd. Historische Fakten flechtet sie locker in die Szene ein, man liest ein Geschichtsbuch, ohne es zu merken. Die Waringhams gab es nicht, aber der Schwarze Prinz (Edward og Woodstock, Prince of Wales), sein Bruder John of Gaunt (1. Duke of Lancaster), der Hunterjährige Krieg, die Hüter der Rose,… lauter Figuren und Ereignisse, gab es tatsächlich. Manchmal bin ich mit den viiielen Namen und Personen etwas überfordert, aber ich habe mir angewöhnt, über die ein oder andere Figur oder Szene einfach hinwegzulesen. Irgendwann lösen sich Fragen in Luft auf und wenn man es gar nicht mehr kapiert, dann gibt’s am Ende immer noch den Stammbaum und die Erklärungen zu den jeweiligen Personen.
Weitere Teile dieser Saga (ich glaube es gibt fünf Bücher) möchte ich auch unbedingt noch lesen, aber erstmal brauche ich was anderes. Selten lese ich Reihen in einem durch.
Wie ist es bei Euch? Lest Ihr Buchreihen, wenn sie denn schon alle erschienen sind, in einem Rutsch durch oder braucht Ihr zwischendurch auch anderes Lesefutter?
Liebe Grüße, Bine
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