(Werbung) Ich kann es nicht genau sagen, aber ich schätze, dass ich die Flow bereits seit drei oder vier Jahren abonniert habe. Davor habe ich sie mir noch in der holländischen Ausgabe am Bahnhof oder dem Flughafen für teuer Geld gekauft. Obwohl ich kein Wort verstanden habe- ich fand sie einfach schön. Zu jeder Ausgabe gibt es kleine Beigaben- Geschenkpapier, Lesezeichen, Poster, Notizheftchen,… allein dafür habe ich schon gerne Ausschau nach ihr gehalten. Seit einigen Jahren gibt es sie auf deutsch und natürlich freue ich mich immer noch über die Papier-Extras, aber das Besondere an dieser Zeitschrift sind die Texte.

Letzten Herbst lernte ich sogar die Chefredakteurin Sinja Schütte persönlich kennen. Wir unterhielten uns nett und ich Flow Groupie schwärmte ihr vor, wir begeistert ich doch von ihrer Zeitschrift sei und klebte an ihren Lippen, als sie ein bisschen aus ihrem Chefredakteurinnen-Leben erzählte. Ich schwärme halt nicht für Beckham oder andere Typen- ich kreische, wenn ich Chefredakteurinnen von tollen Zeitschriften persönlich kennenlerne. Also, ich kreische nicht laut. Nur in meinen Gedanken!

Zurück zur FLOW. Zurück zu wundervollen Texten. Schönen Texten. Sie sprechen mich einfach an- im wahrsten Sinne des Wortes. Die Formulierungen sind meist so, als würden die Redakteure, die Verfasser der Texte persönlich mit mir sprechen. Zum Beispiel, wenn sie mir erzählen, was sie gerade machen (schöne Kolumne, bei der immer drei Menschen gefragt werden, was sie jetzt gerade tun) oder welche fünf Bücher sie in ihrem Leben geprägt haben.
Nun, trotzdem- die FLOW und ich, wir haben es nicht so leicht. Sie ist nämlich keine Zeitschrift, die man einfach nur durchblättert. Sie muss gelesen werden! Sie ist eigentlich ein Buch voller Geschichten und positiven Denkanstößen! 138 Seiten voller Artikel, rund um Menschen, Gefühle und Empfindungen, getarnt als Zeitschrift. Sie macht ihrem Titel “Flow, eine Zeitschrift ohne Eile, über kleines Glück und das einfache Leben” alle Ehre. Und dafür fehlt mir leider oft die Zeit.

Deswegen wandern die Ausgaben, die hier jeden Monat eintrudeln oft unausgepackt erstmal auf meinen FLOW Stapel. Und manchmal passiert es, dass ich eine Weihnachtsausgabe im Februar lese. In den letzten Jahren habe ich mir immer zwei bis drei Ausgaben mit in den Urlaub genommen. Unter Palmen am Pool bin ich nämlich nie in Eile. Und dann komme ich inspiriert und hochmotiviert aus dem Urlaub zurück, mit mindestens zwei, drei Notizen im Handy zu Themen, die ich nicht vergessen möchte. Oder die ich vielleicht in einem meiner Blogartikel mal aufgreifen möchte.

FLOW- steht für Entschleunigung, für Achtsamkeit, Gefühle und Empfindungen. Es geht um den Blick auf die Welt und die Menschen um uns (feel connected), um das Leben im Hier und Jetzt (live mindfully), um Zeit für eine kleine Verwöhnpause (spoil yourself) und um das einfache Leben (make it simple). Das sind die vier festen Rubriken einer jeden Ausgabe.
Was ich am liebsten lese- kann ich schwer beantworten. Ich mag die Kolumnen von Merle Wuttke, die immer einen so herrlich unverblümten Blick auf ihr eigenes Leben wirft. Auch die Lebensläufe von interessanten Menschen, die über ihre Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sprechen lese ich gerne – in der aktuellen Ausgabe erzählt Charlotte Link aus ihrem Leben, von der ich schon viele Bücher gelesen habe. Und was ich auch immer gerne lese, sind die die Lebensgeschichten von spannenden Frauen, die nicht mehr unter uns sind. Frida Kahlo, die Straßenfotografin Vivian Maier, Nietzsches Muse Lou Andreas-Salomé; teilweise bekannte, teilweise für mich noch unbekannte Persönlichkeiten.
In der aktuellen Ausgabe dreht es sich u.a. ums Frühstück. Um einen langsamen und ruhigen Start in die Tag. Ohne Smartphone, To-Do-Liste und Hektik, dafür mit einem kleinen Büchlein, dass uns Fragen stellt. Was war Dein erster Gedanke, als Du heute morgen aufgewacht bist? Wie sieht Dein Lieblingsdienstag aus? Wen würdest Du gerne einmal küssen? (Naaaa, fragte der Mann? Und ich antwortete entrüstet: Also nicht Beckham! Eher Frau Schütte oder Frau Wuttke!)

Neulich morgens las ich einige Fragen meiner Familie vor. Für welchen Tag würdest Du Dich entscheiden, wenn Du den betreffenden Tag immer wieder erleben müßtest? Mein Mann und das Tochterkind sagten sofort aus einem Mund: Den Samstag! Warum?, fragte ich. Da ist Wochenende, wir müssen nicht zur Schule oder arbeiten, können aber trotzdem Erledigungen machen, einkaufen gehen- antworteten sie. Mein Lieblingstag ist ja der Freitag. Da freue ich mich immer auf’s Wochenende. Worauf das Tochterkind sagt: Ja, aber wenn Du den Tag immer wieder erleben würdest, dann würdest Du Dich immer auf’s Wochenende freuen, hast aber nie Wochenende. Hmpf. Recht hat sie und schon waren wir in mitten einer lustigen Diskussion.
Danach fragte ich die drei: Du eröffnest einen Laden, was würdest Du verkaufen? Lego, sagte der Mann prompt. Irgendwas mit Minecraft nuschelte der Sohne dazwischen und das Tochterkind hatte keine Idee. Als ich dann sagte: Bücher und Kaffee, schwärmte sie mit und meinte: Au ja! Und Blumen. Und Schnickschnack. Und Papier und Stifte. Wir hatten an diesem Morgen also einiges zu denken und bequatschen. Ein schöner, ein unterhaltsamer Start in den Tag. Und das, wo es doch morgens um kurz nach Sieben bei uns am Tisch meist ruhig ist.

In der aktuellen Ausgabe ist das “78 Fragen fürs Frühstück” Büchlein dabei. Drei Exemplare dieser Ausgabe liegen neben mir auf dem Schreibtisch. Diese darf ich unter meinen Lesern verlosen. Wollte Ihr? Dann hinterlasst einen Kommentar unter dieses Posting bis Samstag, den 6. Mai 2017/ 24 Uhr. Bitte schreibt auch Eure Emailadresse in das dafür vorgesehene Feld (die sehe nur ich), damit ich Euch im Falle eines Gewinns schreiben kann. Ihr solltet 18 Jahre alt sein und eine Lieferadresse innerhalb Deutschlands haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und der Gewinn wird nicht in bar ausgezahlt.
Sonst gibt’s keine weiteren Bedingungen- nur eine Frage, die Ihr beantworten könnt, aber nicht müßt: Welche Fragen beschäftigen Euch seit langem und gab es in Eurem Leben schon eine Situation, welche eine Fragestellung verändert hat?
Ich freue mich auf Eure Kommentare und wünsche Euch einen guten Start – ohne Eile!- in den neuen Tag! Liebe Grüße, Bine
