Das war ein relativ kühler August, sagt der Deutsche Wetterdienst und ich kann ihm da nicht widersprechen. Es gab zwar auch schöne und warme Sonnentage, aber rückblickend habe ich das Gefühl, dass im August nicht wirklich Sommer war. Bei meinem Monatsrückblick im August 2020 schrieb ich “Ein halbes Jahr Corona”. Nun sind wir ein Jahre weiter, es hat sich eine Menge geändert, aber vorbei ist es immer noch nicht.
Monatsrückblick – Das war mein August 2021
Der 1. August fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Eigentlich hatten wir ein Wochenend-Trip mit Freunden nach Holland gebucht, aber wegen der sehr hohen Zahlen in den Niederlanden und wegen Hochwasser, haben wir den Trip schweren Herzens abgesagt. Also gehen wir vier am Morgen in Köln lecker frühstücken und am Abend feiere ich meinen Geburtstag mit den engsten Freunden auf unserer Terrasse. Schön war’s.
Am nächsten Tag höre und sehe ich einen Polizei Hubschrauber über unserem Dorf. Nur zwei Straßen weiter ist ein Auto explodiert. Am nächsten Tag lese ich, dass sich der Mann, der bei der Explosion ums Leben kam, nicht mehr leben wollte. So tragisch! Noch immer ist die Stelle, wo das Unglück passiert ist, abgesperrt, was mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken jagt, wenn ich da vorbei gehe.
Am 3. August wird verkündet, dass nun auch 12-17 Jährige im Impfzentrum geimpft werden sollen. In NRW liegt die Inzidenz bei 18,5. Derweil wüten in Griechenland und in der Türkei schlimme Waldbrände.
Je oller, je doller.
Auf meine alten Tage habe ich mich entschieden eine Führerschein-Erweiterung für eine Vespa zu machen. Deswegen fahren wir vier am Wochenende zur Motorworld nach Köln. Nur mal ein bisschen gucken. Erst alte Autos, dann alte Rennwagen von Schumi und dann Vespas.
Eigentlich schlägt mein Herz nicht für Autos… aber Oldtimer könnte ich mir dauernd ansehen.
Am 6. August weckt mich der Radio Wecker mit den WDR2 Nachrichten: Das Robert-Koch-Institut meldet heute Morgen einen vergleichsweise starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Trotz steigender Impfquote steigen demnach die Inzidenzen früher und schneller als im Sommer vergangenen Jahres. Wat für`n Driss!
Am Morgen fahre ich zum HNO Arzt {Ohrenschmerzen braucht kein Mensch!} am Nachmittag fahre ich mit den Kindern in meine Heimat, setze sie bei Oma ab und fahre weiter ins Krankenhaus, um meinen Papa zu besuchen. Vorab musste ich einen Termin buchen, vor dem Krankenhaus dann brav warten, bis ich aufgerufen werde, Cov-Pass zeigen, unterschreiben und dann darf ich auf’s Zimmer ein Stündchen quatschen. Länger nicht. Aber immerhin!
Von da geht es weiter nach Krefeld zum Mädelsabend. Zuletzt haben wir uns im September 2020 gesehen, damals waren wir alle noch nicht geimpft, dieses Jahr können wir uns endlich wieder drücken. Was für ein schönes Gefühl!
Am Samstag fahren der Mann und ich nach Köln. Wir müssen ein paar Erledigungen machen, springen bei Heavy Metal rein, müssen dann auf die Hohe Straße und von da auf die Ehrenstraße. Dort trinken wir einen schnellen Kaffee und gucken ein bisschen Leute. Aber wohl fühlen wir uns nicht. Zu viele Menschen. Wir haken unsere Erledigungen ab und fahren dann schnell wieder nach Hause. Mit dieser neuen Normalität muss ich erstmal klar kommen. ;-)









