Kneif mich mal! War ich wirklich dort? Haben wir das tatsächlich alles erlebt? Seit einer Woche sind wir zurück aus dem Urlaub und obwohl ich schon so viele Freunden davon vorgeschwärmt habe, kommt es mir vor, als hätte ich das alles nur geträumt.

Unseren Familienurlaub haben wir dieses Jahr am anderen Ende der Welt verbracht. Zum ersten Mal haben wir uns für eine Fernreise in den Sommerferien entschieden. Wir waren in der Dominikanischen Republik.

14 Tage Pardies. Nur wir vier, blauer Himmel, weiße Wattewölkchen, türkisfarbenes Meer, Palmen am Strand.
Dominikanische Republik: Postkartenmotive wohin man nur schaut.
Ich hatte – das muss ich zugeben – erst ziemliche Bedenken. Wollen wir wirklich so weit reisen? In Europa gibt es doch auch sonnige und durchaus schöne Ziele?! Von Kreta war ich vor zwei Jahren ja so begeistert.
Nach einigen Tagen Bedenkzeit haben wir uns entschieden und gebucht. Gebucht und uns gefreut. Ich habe schon von so viele Freunden von der Dom Rep gehört, ich wollte es einmal selber sehen.

Zwei Ausflüge haben wir in diesem Jahr gemacht. Diesmal aber nicht auf eigene Faust mit einem gemieteten Auto, sondern wir haben uns zwei Touren des Reiseveranstalters rausgepickt und gebucht. Die erste Tour ging zur Insel Catalina und ins Künstlerdorf Altos de Chavón. Dahin nehme ich Euch heute mit:
Ausflug zur Isla Catalina


Der Tag startete früh. Um 7 Uhr wurden wir mit einem kleinen Bus abgeholt und fuhren ca. eine Stunde von Punta Cana zum Strand von Bayahibe, also auf die karibische Seite der Dom Rep. Dort gingen wir an Bord eines Katamarans und fuhren rüber zur Insel Catalina – mit einem Schnorchel-Zwischenstop. Das war genial!

Catalina ist unbewohnt. An ihren Stränden legen nur Touristenboote an. Es war dennoch ganz ruhig und fast leer, dort wo wir aus der kleinen Nussschale ins türkisfarbene Wasser sprangen und an den Strand liefen.


Traumhaft schön war es dort. Eine gute Stunde plantschen wir im glasklaren Wasser, schlürften Cuba Libre und genossen einfach nur diesen Ausblick.



Von dort ging es dann zurück ans Festland, zur Küste und zur Marina Casa de Campo. Wir stiegen dort um auf einen Mississippidampfer und fuhren ein Stück den Rio de Chavón hoch. Der Mississippidampfer war natürlich kein echter Mississippidampfer – er sah nur so aus :-)



Künstlerdorf Altos de Chavón
Nach einer kurzen Tour über den Fluss und ein einfaches, aber köstliches Mittagessen – es gab ganz landestypisch Reis, Bohnen, Fleisch und Salat – fuhren wir mit dem Bus weiter ins Künstlerdorf Altos de Chavón.


Ich wäre hochverzückt gewesen, wenn unser Guide uns nicht erzählt hätte, dass dieses Dorf kein wirklich altes Dorf ist, sondern nur ein Nachbau eines Dorfes im Stil des 16. Jahrhunderts.
1976 begann der Bau der Häuser, der Kirche und der Gässchen, in den 80er Jahren war es fertig. Gebaut wurde das Dorf aus Steinen der Region, als man für eine Straße und Brücke einen Weg frei sprengte und zu viele Steine übrig hatte.

Nichtsdestotrotz – das Dorf ist wunderschön und absolut sehenswert. Man zahlt übrigens am Eingang Eintritt.

In der Kapelle Iglesia San Estanislao heiratete angeblich Michael Jackson seine Lisa Marie. Das steht in sämtlichen Reiseführern, ich habe aber auch Gegenteiliges im Netz gefunden. Wie auch immer – die Kapelle ist hübsch und wir haben nun ein Selfie von uns vieren davor und erzählen allen Freunden, dass dort Michael Jackson geheiratet hat. Das kontrolliert ja sowieso niemand.

Der Blick von dem kleinen Kirchturm auf den Rio de Chavón ist beeindruckend.

In dem kleinen Ort gibt es ebenfalls ein archäologisches Museum, in dem Relikte der Ureinwohner der Dominikanischen Republik zu sehen sind. Leider sind alle Infotafeln auf spanisch geschrieben – einige auf englisch. Sehenswert ist es in jedem Fall und weil man beim Eintritt ins Dorf schon bezahlt hat, ist der Besuch des Museums quasi kostenfrei.




Das Amphitheater ist – wie alles in diesem Dorf – ein Nachbau. Das trübt ein bisschen die Begeisterung, aber ein Blick hinein lohnt sich dennoch. Die Akustik soll wahnsinnig gut dort sein und deswegen standen auf dieser Bühne wohl schon Frank Sinatra, Enrique Eglesias und die Pet Shop Boys.



Am Abend, es wurde schon langsam dunkel, waren wir dann wieder zurück in unserem Hotel. Der Ausflug hatte sich absolut gelohnt. Ganz besonders auch, weil wir einen so tollen Guide hatten, der uns viele Geschichten, Anekdötchen und historische Ereignisse rund um unsere Ausflugsziele und die Dom Rep im allgemeinen gab. Wir hingen an seinen Lippen – das macht kein noch so guter Reiseführer wett.

Was mich an der Dominikanischen Republik ganz besonders begeistert hat, waren die Farben der Natur. Dieses Türkis und Blau des Wassers und Himmeln, das Grün der Pflanzen und Palmen und dazwischen weißer Strand. Ich muss unbedingt neue Stoffe kaufen und in genau diesen Farben Kissenbezüge nähen.

Einige Tage später fuhren wir in die Hauptstadt Santo Domingo – davon erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.
Für heute wünsche ich Euch einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche! Ich schmeiße jetzt meine Dom Rep Playlist an, die ich schon währen des Urlaubs angelegt habe. Damit arbeitet es sich bestimmte besser und schneller. :-)
Liebe Grüße, Bine
PS: Hier habe ich von unserem Ausflug nach Santo Domingo berichtet (klick).
Und hier habe ich noch einen tollen Restaurant Tipp in Santo Domingo (klick).
