Werbung für Looye Kwekers, auf den Spuren der Honigtomaten.

Kommste’ mit nach Holland? Da, wo die Honigtomaten wachsen?
Ich musste über diese Frage, diese Einladung keine Sekunden nachdenken. Selbstverständlich komme ich mit. Abgesehen davon, dass ich ein riesengroßer Holland-Fan bin, bin ich ebenso – seit ich zum ersten Mal die Honigtomaten aus den Gewächshäusern der Familie Looye probieren durfte – auch ein riesengroßer Fan dieser aromatischen knallroten Juwelen.
Vielleicht erinnert Ihr Euch an den Bauernsalat mit panierten Feta-Würfelchen und die Bruschetta?

Freitagmorgen ging’s los Richtung Naaldwijk. Zusammen mit Malte durfte ich Looye Kwekers – der Tomatenanbauer im Westland – besuchen und besichtigen, die Menschen, die bei diesem sympathischen Unternehmen arbeiten, kennenlernen und obendrein meine Füße in holländischen Sand stecken.
Westland füttert Europa.
Naaldwijk liegt im Westland, ca. 15 Minuten entfernt vom vielleicht etwas bekannteren Hoek van Holland. Westland ist “De glazen Stad” – Die gläserne Stadt der Niederlande. Sie ist das größte Gewächshauskulturgebiet unserer Nachbarn, wo Tomaten, Paprika und Blumen angebaut werden.

Trendsetter und Geschmacksverbesserer.
Dort, in Naaldwijk beginnt 1946 die Geschichte von Looye, als Jacobus Looije auf einem kleinen Grundstück einen Betrieb für den Gemüseanbau gründet. Jacobus ist der Vater des heutigen Inhabers Jos Looije.
Seitdem hat sich viel verändert. Aus dem Gemüsebau-Betrieb wurde 1972 ein reiner Tomatenbauer.
Looye ist bekannt durch seine unverwechselbare Honigtomate, das Herzstück des Familienunternehmens.


Nach einer interssanten Präsentation und einem kleinen feinen Lunch – selbstverständlich mit Tomaten – durften wir einen Blick in die Verpackungshalle werfen. Dort kommen alle Tomaten aus den umliegenden Gewächshäusern an und werden für die Reise durch ganz Europa verpackt.


Die Mitarbeiter haben ein unglaublich geschultes Auge, sehen auf einen Blick, welche Tomatenrispen die Besten sind, welche dann in den Handel kommen und welche Tomaten mit kleineren Schönheitsfehlern zum beliebten Honigtomaten Ketchup verarbeitet werden.
Nur die besten Tomaten der Produktion dürfen den Namen “Honigtomaten” tragen. Neben regelmäßigen Qualitätskontrollen, müssen – nein dürfen! – alle Mitarbeiter regelmäßig zum Geschmackstest antreten.

Und dann mussten Malte und ich auch ran und Tomaten auswählen. Karton auf die Waage, Zange in die Hand und los. Aus einer großen Kiste, die direkt aus dem Gewächshaus vor unsere Nase gefahren wurde, mussten wir die besten, die schönsten Honigtomaten-Rispen auswählen. 11 Tomaten, keine mehr und keine weniger, alle knallrot, niemals blass.
Dann sollte die Waage bestenfalls grünes Licht geben. Ist das nicht der Fall, heißt es: neu sortieren, auswählen, entscheiden, zählen. Mann, Mann, Mann! Qualitätstandards auf höchstem Niveau.

Irgendwann hatte ich es geschafft. Die Waage zeigte grünes Licht. Tadaaa!

In die Gewächshäuser durften wir leider leider nicht. Mir blutete zwar ein bisschen das Herz, aber ich hatte auch Verständnis. Die Gefahr wäre einfach zu groß gewesen, dass wir Bakterien mit in die Häuser schleppen. Nicht auszudenken. So ein Gewächshaus funktioniert wie ein geschlossenes Ökosystem.
Hier ein Foto, welches mir Looye freundlichweise zur Verfügung gestellt hat:

Wie kommt der Honiggeschmack in die Honigtomate?
Looye pflanzt die Samensorte Piccolo an, die sehr hochwertig und einzigartig im Geschmack ist. Das Zusammenspiel aus erstklassigen Samen, einem guten Boden, Pflege, Sorgfalt, Nährstoffzugabe und ein über die Jahre aufgebautem Wissen führt am Ende zu einer Snacktomate mit vollem Aroma und einzigartigem Geschmack.

Nach der Führung durch die Hallen, unserer kleinen Tomaten-Sortier-Challenge und interessanten Gesprächen rund um den Anbau, ging’s los durch Westland, vorbei an unzähligen Gewächshäusern und hübschen Bauerngärten.
Neben beinahe jedem Bauernhaus steht ein kleiner Verkaufstand. Es wird hier auf die Ehrlichkeit der vorbeifahrenden Kunden gezählt, denn an jedem Stand steht eine kleine Kasse, in die der Kunde den jeweiligen Betrag einwirft. Hier Lavendel und Kräuter.

Dort Erdbeeren und Paprika.


Und dann ging’s an den Strand in Hoek van Holland, einmal die Füße ins Meer stecken und eine Weißweinschorle auf einer Palettenbank genießen. Was war das schön und viel zu schnell vorbei.


Das gemeinsame Abendessen – ein unbeschreiblich leckeres Menü im Hotelrestaurant Unicum, riss mich echt vom Hocker. In jedem Gang waren natürlich Tomaten von Looye verarbeitet und was sonst noch auf dem Teller lag – einfach eine Wucht.
Ganz besonders angetan hat es mir das Tomatenbrot und die Tomatenbutter. Leider konnte ich den Koch nicht bezirzen, das Rezept rauzurücken, aber bekanntlich macht Versuch kluch – ich werde tüfteln. Versprochen!


Es war ein unbeschreiblich schöner Kurztrip! Ich bin immer noch ganz begeistert und schwelge in Erinnerungen. Es ist halt eine Sache von einem Produkt – egal welches – begeistert zu sein und eine andere, die Menschen, die hinter dem Produkt stehen kennen zulernen. Wenn ich heute in meinen Rewe fahre und dort die Honigtomaten von Looye sehe, dann fühlt sich das ganz anders an. Wisst Ihr was ich meine?

So und nun denke ich drüber nach, was ich als nächstes Leckeres mit den Tomaten anstellen könnte. Tomatenbutter und Tomatenbrot stehen schonmal auf meiner Liste. Dann natürlich Tomatensuppe und Tomate Mozzarella … was fällt Euch noch ein?
Liebe Grüße, Bine
