Bisher dachte ich ja immer, es wäre Verrat an meiner ganz persönlichen Blog-Entwicklung und Blog-Vergangenheit!
Alte Blogbeiträge überarbeiten? Textpassagen ändern? Vielleicht sogar neue Fotos einfügen? Geht gar nicht. Oder doch?

Mittlerweile sehe ich das ein bisschen anders. Ich bin ja auch lernfähig. Es gibt hier zwar kaum ältere Blogbeiträge, die ich so richtig doll überarbeitet habe- aber hier und da habe ich Tippfehler korrigiert, kaputte Links entfernt und ein oder zwei neue Bilder hinzugefügt. Die alten aber nie gelöscht. Das bringe ich einfach nicht über’s Herz!
Tipp: Ältere Artikel nochmal auf den Markt werfen.
Was ich jedoch neuerdings ganz gerne mache, ist: ältere Beiträge nochmal auf meinen social media Kanälen verteilen, verlinken und verlängern. Mit den Jahren habe ich schliesslich einen enormen Artikelberg hier angehäuft und die Vorstellung, dass alle Artikel, alle Rezepte, Gedanken, Ideen immer von allen gesehen oder gelesen werden, ist schlichtweg falsch.
Früher dachte ich immer, ich würde meine Follower mit dem Aufwärmen alter Beiträge nerven. Dass sie denken würden: Ach, den Kuchen hat die doch schon gezeigt! Oder: Die genähte Tasche kenne ich schon, hat die nix Neues?
Blödsinn ist das. Im Laufe der letzten Jahre kamen neue Leser, gingen alte Leser.
Ich hab’s ausprobiert und festgestellt: das Foto eines knapp elf Monate alten Likör Rezeptes kann nochmal ordentlich für Wirbel sorgen.

Januar 2018 
November 2019
Wir machen uns zu viele Gedanken, was unsere Leser und Follower denken könnten. Wer scrollt schon durch einen ganzen Insta Feed bis nach unten?
In den letzten zwei Wochen war ich durch Karneval, einer heftigen Erkältung und einer kleinen Zahn-OP ziemlich ausgebremst. Ich habe nicht genäht, nichts Besonderes gekocht und erst recht nicht fotografiert.
Früher hat mich so eine Situation gestresst, heute sehe ich das alles viel gelassener. So what, die (Insta-)Welt geht nicht unter, wenn man mal eine Zeit lang nicht online ist. Aber, wenn ich trotzdem mal das Gefühl habe, dass ich doch mal wieder was zeigen oder posten sollte, dann wühle ich mich durch mein Blogarchiv und krame alte Beiträge hervor.
Dann erstelle ich neue Pinterest Collagen, lade ein Foto auf Instagram hoch und manchmal verlinke ich einen älteren Beitrag auch auf meiner Facebook Fanpage.
Was kann ein alter optimierter Blogbeitrag für Dich tun?
Er kann Deinem Blog frischen traffic bringen.
Er kann die social media shares nochmal pushen.
Er kann die Absprungrate verbessern, in dem Du in den alten Artikel neue interne Verlinkungen einbaust. Vielleicht gibt es mittlerweile einen ergänzenden, neueren Beitrag auf Deinem Blog, der zu dem alten Beitrag wie die Faust auf’s Auge passt?
Artikel aus Deinem Blogarchiv schenken Dir Zeit zum Luft holen.
Aber das Beste ist: So ein älterer Beitrag gibt Dir Zeit Luft zu holen und etwas zu entspannen!
Gerade in stressigen Zeiten, in denen Du es nicht schaffst, neue Inhalte zu erstellen, kannst Du Deine Leser mit älteren Artikeln bedienen. Orangenkuchen kommt schliesslich niemals aus der Mode.
Hast Du das schon mal gemacht? Einen älteren Beitrag überarbeitet, aufgewärmt, neu angerichtet und Deinen Lesern oder Followern aufgetischt? Hier und da den Text neu formuliert und vielleicht sogar neue Fotos eingefügt?
Ich bin gespannt zu lesen, wie Ihr zu diesem Thema steht!
Liebe Grüße, Bine
Edit / Oktober 2019: Ihr Lieben, auf Grund des neuen Cookie-Datenschutz-Regelung-Dingsbums habe ich das Link-Tool vorerst aus diesem Beitrag gelöscht. Ich bedaure dies sehr, kann es aber leider nicht ändern.
